Interview mit High Humans

Marcel

Das Stigma, das psychedelische Drogen umgibt

Das Wort „Drogen“ lässt die meisten Menschen an Missbrauch und Sucht denken. Recherchiert man jedoch die Wirkung verschiedener Drogenarten, stößt man möglicherweise auf Substanzen, die als Psychedelika oder Entheogene klassifiziert werden und traditionell als Medizin oder im Rahmen von Initiationsriten verwendet wurden. In den Niederlanden ist es derzeit aufgrund gesetzlicher Bestimmungen nicht erlaubt, den Begriff „Medizin“ für diverse Psychedelika zu verwenden, obwohl das englische Wort „drugs“ sowohl illegale Drogen als auch Medikamente bezeichnen kann. Dennoch wird intensiv zu den therapeutischen Wirkungen von Psychedelika geforscht, und die Ergebnisse sind vielversprechend. Es ist höchste Zeit, das Stigma um (psychedelische) Drogen abzubauen, damit wir sie verantwortungsvoll für Menschen einsetzen können, die davon profitieren. Um dieses globale Stigma zu überwinden, engagieren wir uns in … Danke, Pflanzenmedizin Und ich wurde kürzlich von High Humans interviewt. Lesen Sie unten mein Geständnis im Anschluss an das Interview.

Interview mit High Humans

Das Geständnis

Ich war bereits 28, als ich zum ersten Mal Trüffel probierte. Vorher hatte ich außer Alkohol keinerlei Erfahrung mit Drogen. Ich war Drogen gegenüber immer sehr skeptisch; ich wollte damit wirklich nichts zu tun haben. So wird man von seinem Umfeld und der Gesellschaft erzogen. Drogen werden schnell als etwas Schlechtes abgetan. 

Für mich waren Trüffel in erster Linie eine gesündere Alternative zu Alkohol. Unter der Woche achtete ich penibel auf meine Gesundheit und trieb viel Sport, am Wochenende trank ich jedoch reichlich Alkohol. Das schien mir unvereinbar. Die Natürlichkeit der Trüffel sprach mich sehr an. Sie erlaubte es mir, auf Alkohol zu verzichten und trotzdem geistig aktiv zu bleiben. Das führte zu einem Bewusstseinswandel. Zuvor war ich sehr darauf fixiert gewesen, viel Geld zu verdienen, fand aber keine Erfüllung in meiner Arbeit. Nach einem schweren Autounfall änderte sich mein Leben komplett. Ich beschloss, alles zu ändern und mein Glück zu suchen. Ich fand es in der Beratung von Menschen und in der Erfahrung mit Psychedelika. 

Schließlich gründete ich mein eigenes Unternehmen, Triptherapie. Ich forschte zu den verschiedenen chemischen Prozessen im menschlichen Gehirn und verband diese Erkenntnisse mit dem Potenzial von Psychedelika. Triptherapie wird hauptsächlich von Menschen mit Depressionen besucht. Sie suchen Heilung. Ich glaube, dass Psychedelika ihnen diese Heilung ermöglichen können. 

Natürlich stieß ich anfangs auf viele Vorurteile, als ich über meine Arbeit sprach. Meine Eltern waren zunächst sehr skeptisch, aber mittlerweile lesen sie sogar gerne die Rezensionen. Das Unbekannte erzeugt Angst und Missverständnisse, doch letztendlich gewöhnen sich alle an die Idee von Psychedelika, sobald sie mehr darüber erfahren.