Klassische Psychedelika
Klassische Psychedelika bezeichnen oft natürliche, bewusstseinsverändernde Substanzen. Die Wirkungsweise all dieser Substanzen ist im Wesentlichen dieselbe, wenn auch indirekt: Sie erhöhen die Stimulation von Serotoninrezeptoren. Insbesondere die Stimulation des 5-HT2a-Rezeptors bewirkt die Bewusstseinsveränderung durch die Beeinflussung der Impulsleitung im Gehirn. Dadurch kommunizieren verschiedene Hirnareale, die normalerweise nicht direkt miteinander in Kontakt stehen, miteinander. Beispielsweise können bei höheren Dosen die Bereiche, die üblicherweise unbewusste Prozesse verarbeiten, mit dem bewussten Gehirn, dem Frontallappen, kommunizieren. Dies kann psychische Symptome lindern.

Endogene Psychedelika
Viele Menschen, insbesondere diejenigen, die mit Psychedelika nicht vertraut sind, halten Psychedelika wie Zauberpilze für Drogen mit der negativen Konnotation von “Drogen”. Sie erkennen jedoch nicht, dass Alkohol eine viel schlimmere Droge ist als Zauberpilze und trinken daher oft ein Glas Wein zu viel.
Siehe auch das Bild unten oder über diesen Link. die Unterschiede in der Schädlichkeit von Psilocybin, Alkohol und anderen Drogen.
Ein weiteres Argument gegen die Bezeichnung “Drogen” für Psychedelika ist, dass jeder Mensch jede Nacht halluziniert, da der Körper im Schlaf denselben Prozess auslöst wie Psychedelika im Wachzustand. Träume entstehen durch eine erhöhte Aktivität der Serotoninrezeptoren, insbesondere des 5-HT2a-Rezeptors. Jeder Mensch nutzt also im Schlaf körpereigene Substanzen. Auch im Wachzustand lassen sich Techniken anwenden, die die Wirkung von Träumen und Psychedelika imitieren. Meditation, Hypnotherapie, Atemtherapie und EMDR sind Beispiele dafür. Bei diesen Techniken fühlt es sich für den Körper an, als würde man einschlafen und träumen, was die Produktion von Psychedelika (DMT und Serotonin) anregt. Der Vorteil von Psychedelika liegt jedoch darin, dass die Dosierung angepasst werden kann, höhere Dosen (bis zu 1000-mal höher) erreicht werden können und die Wirkung länger anhält.
DMT und Serotonin
DMT und Serotonin sind körpereigene Psychedelika. Ihre bewusstseinsverändernde Wirkung tritt bei erhöhten Konzentrationen dieser Substanzen ein. Niedrige Konzentrationen hingegen können kognitive Beeinträchtigungen, Depressionen, Angstzustände, Schlaflosigkeit und andere psychische Beschwerden verursachen. Die Struktur der DMT- und Serotoninmoleküle ist ähnlich, wodurch sie an dieselben Rezeptoren binden können.

Psilocin aus Pilzen und Trüffeln
Unser Körper wandelt Psilocybin aus halluzinogenen Pilzen in Psilocin um. Psilocin kann, ähnlich wie unser körpereigenes Serotonin und DMT, die 5-HT-Rezeptoren stimulieren. Dies betrifft vor allem den 5-HT2a-Rezeptor und in geringerem Maße die 5-HT2c- und 5-HT1a-Rezeptoren. Dadurch versetzt sich das Gehirn in eine Art Schlafzustand. Die Verbindung zwischen Unterbewusstsein und Bewusstsein wird hergestellt, und je höher die Dosis, desto stärker ist diese Verbindung. Dies kann zu Halluzinationen und Tagträumen führen. Ein weiterer Vorteil ist, dass man im Traumzustand keine Gelüste verspürt. Es besteht kein Bedürfnis nach Nahrung, kein Drang, persönliche Ziele zu erreichen, und es stellt sich ein Zustand der Zufriedenheit ein.
Zustand der Zufriedenheit
Aus einem Zustand der Zufriedenheit heraus kann man oft ehrlich sein, was wirklich wichtig ist. Wir können Perfektion und Unvollkommenheit realistisch betrachten. Unsicherheit und Gewissheit liegen in unserer Hand. Ein weiterer Vorteil ist, dass das Unterbewusstsein mit all seinen festgefahrenen Mustern offen für neue Erkenntnisse und Veränderungen ist. In Kombination mit der Neurogenese, die neue, stabile Verbindungen im Gehirn schafft, ermöglicht dies Menschen, sich nachhaltig zum Besseren zu verändern. All dies ist möglich durch die Kraft eines Zustands, der dem Tiefschlaf ähnelt.
Wir müssen das alte Stigma überwinden.
Jeder sollte halluzinogene Pilze und Trüffel als Geschenk der Natur annehmen. So viele Menschen haben bereits enorm von Pilzbehandlungen profitiert. Sämtliche Forschungen zu Psilocybin haben eine höhere Erfolgsquote erzielt, als sich Pharmaunternehmen jemals vorstellen können. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Erfolgsquote der Forschung noch weiter steigen könnte, wenn auch die Achtsamkeit für den eigenen Körper in den Prozess einbezogen würde.
Was wir anbieten können
Möchten auch Sie sich persönlich weiterentwickeln? Unsere Dienstleistungen umfassen mehr als nur die Organisation einer Pilzzeremonie. Wir berücksichtigen stets die Ziele unserer Klienten. Beispielsweise verfügen wir über individuell angepasste Protokolle für verschiedene Anliegen, wie zum Beispiel:
- Depression
- Burnout
- Ängste (soziale Ängste usw.)
- Süchte (Alkohol, Kokain usw.)
- Negatives Selbstbild (BDD, Anorexie usw.)
Vor dem Trüffelzeremonie Wir erstellen einen Plan zur körperlichen Vorbereitung auf die Reise durch Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und Bewegung. Ziel ist es, unseren Kunden zu verdeutlichen, dass sich gute Selbstfürsorge auszahlt. Diese Erkenntnis wird erst während der Reise wirklich deutlich, da die Reise intensiver wirkt, weil beispielsweise die Sinnesrezeptoren empfindlicher sind und alles plötzlich besser wahrgenommen wird. Zur Vorbereitung geben wir manchmal auch Übungen, deren Sinn sich erst während der Reise erschließt.
