Mikrodosierung hat kaum mehr als einen Placebo-Effekt.
Die Mikrodosierung psychedelischer Substanzen wie LSD und Psilocybin wurde in den letzten Jahren von Anbietern stark beworben, die von erheblichen Vorteilen sprechen. Die meisten wissenschaftlichen Studien zeigen jedoch, dass die als Mikrodosierung bezeichneten Dosen nicht wesentlich wirksamer sind als ein Placebo. Sehen Sie sich auch das untenstehende Video an, in dem die begrenzte Wirkung der Mikrodosierung erläutert wird.
Mikrodosierung als Placebo erklärt
Jeder Mensch besitzt MAO (Monoaminoxidase) im Körper. MAO ist ein Enzym, das hauptsächlich in den Mitochondrien der Zellen vorkommt, insbesondere in Leber, Nieren, Magen-Darm-Trakt und im zentralen Nervensystem, wie beispielsweise dem Gehirn. Es gibt zwei Arten von MAO-Enzymen, MAO-A und MAO-B, die am Abbau verschiedener Neurotransmitter wie Serotonin, Dopamin und Noradrenalin beteiligt sind. Der erste Schritt dieses Abbauprozesses besteht in der Inaktivierung dieser Neurotransmitter, einschließlich Psychedelika, indem deren Reaktion mit Sauerstoff beschleunigt wird.
Nach der Einnahme von beispielsweise 1 mg Psilocybin, was als Mikrodosis gilt, können Ihre MAO-Enzyme diese 1 mg innerhalb weniger Minuten aufnehmen und mit Sauerstoff reagieren, wodurch sie unwirksam werden. Diese Mikrodosis setzt möglicherweise keine psychoaktiven Substanzen im Gehirn frei. Wenn Ihr Gehirn jedoch mit der ersten 1-mg-Mikrodosis Psilocybin aufnimmt, kann Ihr Körper vermehrt MAO produzieren, wodurch die nachfolgenden Mikrodosen wirkungslos bleiben.
Das Enzym MAO stellt also ein Hindernis für eine effektive Mikrodosierung dar.
Warum ist Makrodosierung also besser?
Betrachtet man die MAO-Enzyme als erstes Reservoir von 1–2 mg Psilocybin und gibt man nur 1 mg hinzu, läuft es nicht über. Erst wenn die Kapazität der MAO-Enzyme auf einmal überschritten wird, läuft das Reservoir über und das Psilocybin erreicht das Gehirn. Die Mindestmenge, die nötig ist, um die Wirkung psychedelischer Substanzen zu spüren, wird als Schwellenwert bezeichnet. Bei einer Makrodosis überschreitet man diesen Schwellenwert immer und kann beispielsweise die Wirkung von Psilocybin nutzen. Mit einer hohen Psilocybin-Dosis benötigt man mehr Zeit zwischen den Sitzungen.
Eine hohe Mikrodosis oder eine niedrige Makrodosis?
Wenn Sie Ihre Einnahme auf Mikrodosierung erhöhen, nähern Sie sich einer niedrigen Makrodosis. Dadurch können Sie die Wirkung der psychedelischen Substanz noch spüren. Nach einigen dieser höheren Mikrodosen werden Sie jedoch feststellen, dass dieser Effekt verschwindet. Der Körper produziert vermehrt MAO, was Ihre Reizschwelle erhöht. Eine Möglichkeit ist, eine ein- bis zweiwöchige Pause vom Konsum psychedelischer Substanzen einzulegen. Nach dieser Zeit normalisiert sich Ihr MAO-Spiegel wieder.
Funktioniert die altbewährte Mikrodosierung am Ende doch?
Wir wissen, dass Tryptophan, der Baustein von Serotonin, schwer vom Körper aufgenommen wird und kaum das Gehirn erreicht. Psilocin hingegen gelangt, unter Berücksichtigung der Schwellenwerte, sehr leicht ins Gehirn. Tryptophan und Psilocin sind eng verwandt, da Tryptophan eine Vorstufe von Psilocin ist. Es ist möglich, dass selbst oxidiertes Psilocin im Gehirn in einen Baustein für Serotonin umgewandelt wird, was langfristig einen positiven Effekt auf die Stimmung haben könnte. Dies könnte die lang anhaltenden positiven Effekte erklären, während Mikrodosierung kurzfristig kaum Wirkung zeigt.

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