Psilocybin-Behandlung bei PTBS

PTSD-Gemälde

Psilocybin-Behandlungen?

Wir setzen Psilocybin-Behandlungen vorwiegend bei Klienten mit Depressionen, aber auch bei solchen mit Angststörungen ein. Angstzustände sind oft eng mit Depressionen verknüpft, da Stress indirekt den Serotoninspiegel senkt. Ein niedriger Serotoninspiegel ist ein Indikator für Angstzustände und Depressionen und kann die Situation durch eine negative Abwärtsspirale verschlimmern. Psilocybin, das im Körper zu Psilocin umgewandelt wird, ist ein Psychedelikum, das Serotonin am ähnlichsten ist und daher depressive Verstimmungen direkt lindern kann. Darüber hinaus können während Psilocybin-Sitzungen neue Erkenntnisse, neuronale Verbindungen, eine spirituelle Erfahrung, Empathie, Mitgefühl und Selbstliebe entstehen. All diese Eigenschaften von Psilocybin können Menschen mit einer posttraumatischen Belastungsstörung (PTBS) helfen.

Psilocybin-Behandlung bei PTBS

Stolpern und posttraumatische Belastungsstörung?

Zunächst einmal ist festzuhalten, dass Psychedelika und PTBS auch einen Horrortrip auslösen können, bei dem alle Ängste auf negative Weise wieder auftauchen. Für Menschen mit PTBS kann dies die Situation verschlimmern. Daher ist es entscheidend, die richtigen Vorbereitungen zu treffen, die passenden Bedingungen während des Trips zu schaffen und einen erfahrenen Therapeuten/Guide in der Nähe zu haben. Wenn all dies beachtet wird, lässt sich das Risiko eines Horrortrips deutlich minimieren.

Psilocybin-Behandlung bei PTBS

Die Vorbereitung der Behandlung

Medikamentenkontrolle

Bestimmte Medikamente, die häufig zur Unterdrückung der Symptome einer posttraumatischen Belastungsstörung verschrieben werden, sind mit den meisten Psychedelika definitiv nicht kompatibel.

Antidepressiva (SSRI, MAO-Hemmer, TCAs) oder andere psychoaktive Medikamente dürfen aus gesundheitlichen Gründen nicht mit Psilocybin kombiniert werden.

Personen mit schweren Herzproblemen und/oder Medikamenten zur Verbesserung der Herz-Kreislauf-Funktion (Tramadol usw.) können leider keine Psilocybin-Behandlung erhalten.

Wichtiger Hinweis: Besprechen Sie immer mit Ihrem behandelnden Arzt, ob und wie Sie Ihre Medikamenteneinnahme sicher reduzieren können. Setzen Sie Ihre Medikamente niemals abrupt ab!

Verbesserung der Neurochemie

Basierend auf dem Anamnesegespräch und dem Neurotransmittertest, die wir bei der Anmeldung durchführen, erstellen wir eine neurochemische Empfehlung. Diese beinhaltet Empfehlungen zu Nahrungsergänzungsmitteln, Ernährung und Aktivitäten, um den Neurotransmitterhaushalt vor der psychedelischen Sitzung auszugleichen. Niedrige GABA- und Serotoninwerte sind bei PTSD-Patienten recht häufig, wenn nicht sogar fast immer. Ein niedriger GABA-Spiegel sollte bei PTSD-Patienten daher immer zuerst normalisiert werden, um eine optimale psychedelische Sitzung zu gewährleisten.

Lesen Sie hier mehr darüber. GABA/Glutamat und Horrortrips

Ordnen Sie die Auslöser zu.

Bei der Anwendung von Psilocybin gegen PTBS ist es hilfreich, eine Liste der Stressauslöser zu erstellen. Das können Geräusche, Situationen, Personen oder andere Dinge sein. Es ist auch hilfreich, Ihre primäre Reaktion zu notieren. Damit meinen wir die automatische Reaktion des Körpers oder der Gedanken, die oft mit der Kampf-, Flucht- oder Erstarrungsreaktion zusammenhängt. Sie können auch Ihre sekundäre Reaktion notieren, also die bewusste Entscheidung, die Sie nach dem Auslöser und der primären Reaktion treffen. Zur besseren Übersicht können Sie eine Tabelle erstellen, die etwa so aussieht:

AuslöserPrimäre ReaktionSekundäre Reaktion
Klang
Nachbar
Schimpfwort

Wenn Sie sich bei Ihren Auslösern oder Reaktionen unsicher sind, füllen Sie so viele Felder wie möglich aus und lassen Sie die unbekannten Felder leer.

Die Psilocybin-Sitzung bei PTBS

Die Psilocybin-Sitzung zur Behandlung von PTBS unterscheidet sich etwas von anderen Sitzungen. Das Vorgespräch, die Vorbereitung und der Höhepunkt der Sitzung stehen nicht in direktem Zusammenhang mit der PTBS-Behandlung, sondern vielmehr mit den antidepressiven Eigenschaften des Psilocybin-Trips. Gerade beim Abklingen der Wirkung konzentrieren wir uns auf Angstsymptome, Auslöser und Reaktionen. Währenddessen nutzen wir die gewonnenen Erkenntnisse, die Zufriedenheit und andere positive Gefühle, um PTBS-bezogene Themen zu besprechen, damit das Gehirn diese Konzepte anders verarbeiten kann. Durch ein starkes Gefühl der Zufriedenheit und Akzeptanz können unbewusste Prozesse verändert werden, da sich Assoziationen verändern, während das Gehirn leichter neue Verbindungen herstellen kann.

Lesen Sie hier mehr darüber. Psilocybin-Therapie