Guter oder schlechter Trip? Glutamat ist der entscheidende Faktor.

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Neurotransmitter und Psychedelika

Seit Jahren geht die Triptherapie weit über reine therapeutische Trips hinaus. Basierend auf einem Neurotransmittertest und einem Anamnesegespräch erhalten unsere Klienten Empfehlungen, wie sie ihre Neurotransmitter durch Ernährung, Nahrungsergänzungsmittel und Bewegung besser ausbalancieren können. Eine aktuelle Studie zeigt nun erstmals, dass der Glutamatspiegel im Hippocampus eine entscheidende Rolle dabei spielt, ob ein psychedelischer Trip als positiv oder negativ empfunden wird. Ein hoher Glutamatspiegel korreliert stark mit einer negativen psychedelischen Erfahrung. Daher ist eine angemessene Vorbereitung durch die Balance der Neurotransmitter durchaus sinnvoll.

Lesen Sie den vollständigen Artikel hier. wissenschaftliche Forschung zu Psilocybin und Glutamat

Guter oder schlechter Trip? Glutamat ist der entscheidende Faktor.
Geringeres Risiko von Horrortrips durch weniger Glutamat im Hippocampus

Glutamat und GABA

Eine reduzierte Glutamatkonzentration im Hippocampus führt demnach zu einer positiveren psychedelischen Erfahrung. Eine Erhöhung des Neurotransmitters GABA senkt die Glutamatkonzentration im Gehirn. Dieser Mechanismus funktioniert auch umgekehrt: Menschen mit niedrigem GABA-Spiegel weisen einen höheren Glutamatspiegel und damit mehr angstbedingte Symptome sowie ein höheres Risiko für einen Horrortrip auf. Die Erhöhung des GABA-Spiegels und die damit einhergehende Senkung des Glutamatspiegels ist daher für manche Menschen empfehlenswert und kann beispielsweise durch Nahrungsergänzungsmittel erreicht werden.

Lesen Sie hier mehr darüber. GABA und die Erhöhung dieses Neurotransmitters

Guter oder schlechter Trip? Glutamat ist der entscheidende Faktor.
Die glutamatinhibierende Wirkung von GABA

Weniger Glutamat essen?

Glutamat ist eine Aminosäure, ein Baustein von Proteinen, und wird daher mit dem Verzehr von Proteinen aufgenommen. Im Darm dient Glutamat als Energiequelle, und das in den Blutkreislauf gelangende Glutamat kann die Blut-Hirn-Schranke nur sehr schwer überwinden. Eine Reduzierung von Glutamat und Mononatriumglutamat (MSG, E621) hat daher nur eine sehr begrenzte Wirkung, obwohl es ratsam ist, MSG zu meiden. Ironischerweise ist Glutamat auch der Baustein von GABA, welches die Glutamataktivität im Gehirn tatsächlich verringert. Daher ist eine Reduzierung der Glutamatzufuhr über die Nahrung sinnlos. Eine Erhöhung des GABA-Spiegels hingegen schon.

Set und Setting sind wichtig

Set und Setting spielen eine bedeutende Rolle für die Wirkung einer psychedelischen Reise. Es ist faszinierend, dass tatsächlich alles eine Rolle spielt, wenn es darum geht, wie wir uns fühlen und wie wir die psychedelische Reise erleben. Es gibt wirklich nichts zu ignorieren, und selbst einfache Substanzen wie Glutamat und GABA haben einen tiefgreifenden Einfluss auf unsere Emotionen und unser Bewusstsein. Fragst du dich vielleicht auch, was die Frage “Wer bin ich?” bedeutet, wenn selbst diese Faktoren deinen Geisteszustand und deine Entscheidungen beeinflussen?

Wir helfen Ihnen gerne.

Ich bin begeistert davon, die Zusammenhänge zwischen Psychologie und Gesundheit mithilfe biochemischer Methoden zu verstehen und Menschen dabei zu helfen. Das unterscheidet sich vom herkömmlichen psychologischen Ansatz; wir sind viel mehr als nur unser Verstand, und deshalb streben wir einen ganzheitlichen Ansatz an, um optimale Ergebnisse zu erzielen. Möchten auch Sie unseren ganzheitlichen Ansatz im Rahmen der Triptherapie ausprobieren? Wir helfen Ihnen gerne.

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