Psilocybin gegen Angstzustände

Psilocybin-Therapie

Psilocybin und die Amygdala

Psilocybin ist für seine therapeutische Wirkung bei Depressionen und verschiedenen Angststörungen wie sozialer Phobie und PTBS bekannt. Forscher vermuten, dass dies daran liegt, dass die Substanz die emotionale Reaktionsfähigkeit des Gehirns wiederherstellt. Die Amygdala spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie ist ein Teil des Gehirns, der emotionale Reaktionen, einschließlich Angst, verarbeitet. Forscher haben herausgefunden, dass Psilocybin die Aktivität der rechten Amygdala erhöht. Dies deutet darauf hin, dass mit Psilocybin behandelte Personen vorübergehend empfindlicher auf Ängste und positive Emotionen reagieren. Theoretisch ist das Erleben verstärkter Ängste für Menschen mit Angststörungen nicht förderlich, doch die Wirkung von Psilocybin kann einen Zustand der Zufriedenheit im Gehirn hervorrufen. Diese gesteigerte emotionale Erfahrung kann durch diesen Zustand der Zufriedenheit zu einer größeren emotionalen Akzeptanz führen. Sobald Menschen mit Angststörungen sich mit leichter Angst wohler fühlen, kann ihre Angst so weit abnehmen, dass extreme Symptome nicht mehr auftreten. Die gesteigerte emotionale Reaktionsfähigkeit kann auch dazu beitragen, sowohl die negativen als auch die positiven Aspekte des Lebens bewusster wahrzunehmen.

Psilocybin-Angstzustände und Amygdala

Psilocybin gegen Angstzustände, so eine Studie.

Derzeit wird intensiv zu den Auswirkungen von Psilocybin auf verschiedene Angststörungen geforscht. Die Erfolgsraten der psychedelischen Therapie werden im Allgemeinen auf 701 % geschätzt und hängen von der Therapieform, dem verwendeten Medikament und dem Schweregrad der Symptome ab. Im Folgenden werden einige Beispiele aufgeführt, bei denen bereits Ergebnisse vorliegen.

Soziale Angst

Es gibt Hinweise darauf, dass Psilocybin empathische und prosoziale Wirkungen haben kann. Wenn soziale Ängste durch geringes Selbstwertgefühl verursacht werden, kann Psilocybin soziale Interaktionen durch gesteigerte Selbstakzeptanz und reduziertes Selbstbewusstsein erleichtern.

PTSD

Es gibt Hinweise darauf, dass Psilocybin das Wachstum neuer Neuronen und Synapsen im Hippocampus, einer an der Gedächtnisbildung beteiligten Hirnregion, fördert. Diese erhöhte Neuroplastizität könnte dazu beitragen, Angstsymptome zu lindern.

Existenzielle Angst

Aufgrund der spirituellen Erfahrungen kann Psilocybin existenzielle Ängste und die Angst vor dem Lebensende lindern. Psilocybin reduzierte laut Patientenangaben depressive Verstimmungen, Angstzustände und Todesangst. Es steigerte zudem die Lebensqualität, den Sinn im Leben und den Optimismus.

Manchmal verstärkt sich die Angst nach einem Horrortrip

Nach einigen Psilocybin-Trips erlebt ein kleiner Prozentsatz der Konsumenten stärkere Angstzustände als vor dem Konsum. Diese verstärkten Angstzustände nach einem Trip können verschiedene Ursachen haben. Menschen, die einen Horrortrip erlebt haben, berichten oft später, dass sie daraus gelernt haben und es eine schwierige Lektion war. Ein kleiner Prozentsatz leidet jedoch noch mehrere Wochen bis Monate unter Angstzuständen.

Die Vermeidung eines Horrortrips ist wichtig, und die wichtigsten Punkte sind weitgehend bekannt. Eine sichere, betreute Umgebung reduziert das Risiko eines Horrortrips drastisch. Studien zeigen außerdem, dass eine Senkung des Glutamatspiegels im Hippocampus und eine Erhöhung des GABA-Spiegels das Risiko eines Horrortrips weiter verringern. Daher ist eine gute Vorbereitung entscheidend. Klicken Sie unten, um mehr über Horrortrips und die Wirkung von GABA zu erfahren.

Alternativen, die bei Angststörungen besser wirken

Das Risiko negativer Nachwirkungen einer Psilocybin-Sitzung mit entsprechender Vorbereitung und Anleitung ist zwar gering, dennoch können sich Angstsymptome gelegentlich verstärken. Wir stellen fest, dass nur wenige Klienten pro Jahr nach einer Psilocybin-Sitzung eine Verschlechterung ihrer Angstsymptome im Vergleich zur angestrebten Besserung erleben. Dies trifft vor allem auf Personen mit einer generalisierten Angststörung zu. Einige wenige Personen mit Long-COVID-Symptomen berichteten von verstärkten Angstzuständen nach der Sitzung. Obwohl Psilocybin für die meisten Menschen mit diesen Symptomen hilfreich sein kann, sollte man bedenken, dass es in manchen Fällen auch zu einer Verschlechterung kommen kann.

Für Menschen mit generalisierter Angststörung und schweren PTBS-Symptomen halten wir es für ratsam, Alternativen in Betracht zu ziehen. Eine dieser Alternativen ist die MDMA-Therapie. Studien belegen die hohe Wirksamkeit der MDMA-Therapie bei PTBS mit einer Erfolgsquote von ca. 701 %. Ein weiterer Vorteil ist, dass nach MDMA-Sitzungen nahezu keine Nebenwirkungen oder zusätzliche Angstsymptome auftreten. Daher erscheint die MDMA-Therapie als eine sicherere Option bei schweren Angstzuständen. Weitere Informationen zur MDMA-Therapie finden Sie hier:

Unsere Beratung und Zweitmeinung

Bei Triptherapie haben wir bereits über 2.000 Menschen mit verschiedenen Beschwerden geholfen, darunter Depressionen, Suchterkrankungen und Angststörungen. Wir bitten jeden Klienten, einen Anamnesebogen auszufüllen, damit wir mögliche Kontraindikationen feststellen können. Sollten wir Kontraindikationen entdecken, wie beispielsweise die Einnahme von Medikamenten oder psychische Erkrankungen, die mit Psychedelika nicht vereinbar sind, werden wir Sie darüber informieren. Es kommt nicht selten vor, dass eine psychedelische Sitzung als unverantwortlich angesehen wird.

Bei komplexen Anwendungen können wir die Sicherheit einer Sitzung manchmal nicht vollständig beurteilen und bitten Sie daher, Ihren Arzt/Psychiater zu kontaktieren. Bei Eingriffen an den Extremitäten ist es ratsam, eine Zweitmeinung Ihres Facharztes einzuholen. Haben Sie Interesse an einer psychedelischen Sitzung bei uns? Füllen Sie unverbindlich das Anmeldeformular aus.