Psilocybin und Morbus Crohn
Immer mehr wissenschaftliche Studien bestätigen die entzündungshemmende Wirkung von Psilocybin. Die meisten natürlichen Behandlungsmethoden bei Morbus Crohn wirken, weil sie entzündungshemmende Mechanismen besitzen. Könnte Psilocybin als Entzündungshemmer auf zellulärer Ebene auch Menschen mit Morbus Crohn helfen?
Was ist Morbus Crohn?
Morbus Crohn ist eine chronisch-entzündliche Darmerkrankung, die den Verdauungstrakt betrifft. Sie verursacht Bauchschmerzen, Durchfall, Müdigkeit, Gewichtsverlust und Mangelernährung. Die Entzündung kann jeden Abschnitt des Verdauungstrakts, vom Mund bis zum After, befallen. Diese Symptome beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen erheblich. Das Verständnis der zugrunde liegenden Ursachen und Behandlungsmöglichkeiten ist daher entscheidend für die Heilung.
Mögliche Ursachen
Die Ursachen von Morbus Crohn sind noch nicht vollständig erforscht. Wissenschaftliche Studien haben jedoch gezeigt, dass Faktoren wie Vererbung und ein geschwächtes Immunsystem wahrscheinlich eine Rolle bei der Entstehung der Erkrankung spielen. Darüber hinaus können Risikofaktoren wie Alter, ethnische Zugehörigkeit, familiäre Vorbelastung, Rauchen, die Einnahme von entzündungshemmenden Medikamenten und bestimmte Umweltfaktoren zur Entwicklung von Morbus Crohn beitragen. Wir wissen also noch nicht alles über diese Erkrankung, aber dank wissenschaftlicher Forschung verstehen wir zunehmend, wie sie sich manifestieren kann.
Was wir über Morbus Crohn wissen
Messungen haben gezeigt, welche Entzündungsprodukte bei Morbus Crohn in hoher Konzentration vorliegen. Zu diesen Produkten gehören C-reaktives Protein, Interleukin-6 und Tumornekrosefaktor-alpha. Diese Messungen ermöglichen es uns, die Erkrankung besser zu verstehen und gezielte Therapien zu entwickeln, die diesen Entzündungsprodukten entgegenwirken.
Hat Psilocybin eine entzündungshemmende Wirkung bei Morbus Crohn?
Verschiedenen wissenschaftlichen Studien zufolge kann Psilocybin die bei Morbus Crohn erhöhten Entzündungsprozesse gezielt reduzieren. Theoretisch erscheint dies ein Lösungsansatz zur Linderung der Symptome und zur Kontrolle der Erkrankung zu sein. Im Folgenden gehen wir themenspezifisch darauf ein, ob Psilocybin einen positiven Effekt auf die Entzündungsprozesse bei Morbus Crohn haben kann.
CRP
Das C-reaktive Protein bleibt nach dem Konsum von Psilocybin über einen langen Zeitraum erniedrigt.
Es gibt Hinweise darauf, dass eine Senkung des C-reaktiven Proteins (CRP) bei der Behandlung von Morbus Crohn hilfreich sein kann. Ein niedrigerer CRP-Wert deutet auf eine Verringerung der Entzündung hin.
IL-6
Interleukin-6 wird auch nach langfristiger Anwendung von Psilocybin dauerhaft reduziert.
Studien haben gezeigt, dass eine Senkung des IL-6-Spiegels die Symptome bei Morbus Crohn sowohl lindern als auch verschlimmern kann. Der zugrundeliegende Mechanismus ist derzeit unklar und bedarf weiterer Forschung.
TNF-α
Bei der Einnahme von Psilocybin wird der Tumornekrosefaktor-alpha reduziert.
Eine Senkung des TNF-α-Spiegels kann Entzündungen reduzieren und Symptome wie Bauchschmerzen, Durchfall und Gewichtsverlust lindern. Psilocybin senkt den TNF-α-Spiegel vor allem bei hochdosierter Anwendung.
Vorsichtige Schlussfolgerung zur Wirksamkeit von Psilocybin
Die Reduzierung von Darmentzündungen bei Morbus Crohn gilt als beste Lösung, um dessen schädlichen Auswirkungen entgegenzuwirken. Psilocybin kann verschiedene Entzündungsfaktoren reduzieren. Ob Psilocybin zur Linderung von Morbus Crohn beiträgt, bedarf weiterer Untersuchungen. Beispielsweise zeigte eine frühere Studie, dass die alleinige Blockierung von IL-6 zu einer Verschlechterung der Erkrankung beitragen kann, was auf die selektive Blockade von IL-6 zurückzuführen sein könnte. IL-6 spielt eine duale Rolle, indem es Entzündungen sowohl hemmt als auch fördert.
Natürlich können wir nicht mit Sicherheit sagen, ob der Einsatz von Psilocybin bei Morbus Crohn ratsam ist. Wir gehen davon aus, dass Psilocybin primär eine entzündungshemmende Wirkung auf Morbus Crohn hat, aber weitere Forschung ist nötig, um mehr über seine Wirksamkeit und Sicherheit zu erfahren.
Was können Sie sonst noch tun?
Neben Psilocybin gibt es viele weitere Substanzen mit entzündungshemmenden Eigenschaften, die bei Morbus Crohn hilfreich sein können. Hier finden Sie einige Tipps für Betroffene.
In der Wissenschaft werden Extrakte, Pflanzenteile oder Kräuter zur Behandlung von Morbus Crohn eingesetzt. Nachfolgend sind einige der wirksamsten aufgeführt:
- Althaea officinales – Eibisch
- Aloe vera/ferox (Saft) – Normale oder wilde Aloe vera (Saft)
- Artemisia absintium – Absinthbalsam
- Borago officinales (Öl) – Borretsch oder Gurkenkraut (Borretschöl)
- Boswellia serrata
- Cocos nucifera (Öl) – Kokosnussöl (nativ extra)
- Curcuma xanthorrhiza – Javanische Kurkumawurzel
- Echinacea purpurea – Sonnenhut
- Garcinia mangostana – Mangostan oder Mangostan
- Süßholz (Glycyrrhiza glabra)
- Hydrastis canadensis – Kanadische Kurkuma
- Linum usitatissimum (Öl) – Leinöl
- Matricaria recutita – Echte Kamille
- Morinda citrifolia – Noni oder Indische Maulbeere
- Oenothera biennis (Öl) – Nachtkerzenöl
- Panax Ginseng – Koreanischer Ginseng
- Perilla frutecens (Öl) – Schwarze Brennnesselöl
- Punica granatum (ganzer Saft) – Granatapfel
- Plantago afra – Flohsamen
- Plantago ovata – Flohsamen
- Ribes nigrem (Öl) – Schwarze Johannisbeere Öl
- Saccharomyces cerevisiae subsp. boulardii – Hefe
- Ulmus rubra – Rote Ulme
- Uncaria tomentosa – Katzenkralle oder Katzenkralle
Krillöl
Krillöl ist bei Morbus Crohn wirksam, da es, ähnlich wie Fischöl, eine entzündungshemmende Wirkung auf den Darm und den Rest des Körpers hat.
NAC
N-Acetylcystein kommt in unserer Ernährung nicht vor, wird aber vom Körper aus L-Cystein hergestellt. Aufgrund seiner entzündungshemmenden Eigenschaften kann N-Acetylcystein bei Morbus Crohn hilfreich sein; eine Supplementierung ist daher eine Option.
Die empfohlene Dosis von N-Acetylcystein (NAC) bei Morbus Crohn beträgt 2000 mg täglich, aufgeteilt in 2 oder 3 Einzeldosen. Die Einnahme erfolgt am besten auf nüchternen Magen mit Wasser.
Vorsicht bei der Einnahme von Medikamenten. N-Acetylcystein (NAC) kann die Wirkung von Antidepressiva, Nitroglycerin und Antikoagulanzien verstärken. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, bevor Sie Medikamente einnehmen.
Vitamin D
Ein Vitamin-D-Mangel wird oft übersehen, spielt aber eine wichtige Rolle für die Funktion des Immunsystems.
Folgende Lebensmittel wirken entzündungsfördernd und sollten bei Morbus Crohn vermieden werden:
Zucker: Der Verzehr von Zucker, insbesondere von Fruktose, ist problematisch. Fruktose und Glukose bilden zusammen ein Molekül, das wir als Haushaltszucker bezeichnen. Vermeiden Sie zugesetzten Zucker so weit wie möglich. Zucker verursacht zudem Entzündungsreaktionen im Körper, wodurch die Serotoninausschüttung reduziert wird.
Ungesunde Fette: Ungesunde Fette rufen Entzündungsreaktionen im Körper hervor, die über Entzündungsfaktoren die Freisetzung von Serotonin und BDNF verringern. Zu den ungesunden Fetten zählen typischerweise pflanzliche Omega-6-Fettsäuren, die zum Frittieren verwendet werden, wie Sonnenblumen-, Soja- und Erdnussöl. Auch gehärtete (pflanzliche) Fette sind ungesund. Fette sollten zudem nicht über den Punkt des Rauchens hinaus erhitzt und möglichst unter 180 °C gehalten werden.
Molkerei: Milchprodukte können bei hohem Konsum Entzündungen fördern. Am besten meidet man gesüßte oder ungesüßte Milchprodukte. Ungesüßter Kefir oder Joghurt können in Maßen genossen werden.
Gluten: Verzehren Sie so wenige Getreideprodukte wie möglich. Gluten kann Entzündungen hervorrufen, insbesondere bei allergischen Reaktionen. Hafer und Haferflocken sind unbedenklich.
Alkohol: Alkohol besteht aus fermentiertem Zucker und sollte möglichst ganz vermieden werden. Wenn man Alkohol konsumiert, sind ein halbes bis ein ganzes Glas Wein pro Tag in der Regel unbedenklich. Darüber hinaus wirkt Alkohol entzündungsfördernd.
Fleisch: Wildfleisch, Fleisch von Weidetieren und Wildfisch sind unbedenklich, solange rotes Fleisch in Maßen verzehrt wird (empfohlen maximal zweimal pro Woche). Fisch, der nicht wild gefangen oder mit anderem Futter als seiner natürlichen Nahrung gefüttert wurde, sollte möglichst vermieden werden. Auch Produkte von Tieren, die mit Getreide und Mais gefüttert wurden, sind nicht empfehlenswert.
Obwohl Allergien nicht die direkte Ursache der Erkrankung sind, können sie zum Ausbruch und zur Verschlimmerung der Symptome beitragen. Allergien können das Immunsystem aktivieren und Entzündungsreaktionen auslösen, was wiederum die Darmentzündung bei Menschen mit Morbus Crohn verschlimmern kann.
Einige Studien haben gezeigt, dass Menschen mit Morbus Crohn eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber bestimmten Nahrungsmitteln aufweisen können, beispielsweise gegenüber Milchprodukten, Gluten und bestimmten Lebensmittelzusatzstoffen. Diese Nahrungsmittel können im Darm eine allergische oder entzündliche Reaktion auslösen, die die Symptome von Morbus Crohn verschlimmern kann.
Darüber hinaus können Allergien auch indirekt zu Morbus Crohn beitragen, indem sie die Darmflora stören. Eine gestörte Darmflora kann die Durchlässigkeit der Darmwand erhöhen, wodurch Allergene und andere schädliche Substanzen leichter in den Blutkreislauf gelangen und Entzündungen verursachen können.
Daher ist es ratsam, bei Morbus Crohn allergische Reaktionen so weit wie möglich zu vermeiden.
Stress kann das Immunsystem negativ beeinflussen und Entzündungsreaktionen im Körper verstärken. Da Morbus Crohn eine entzündliche Erkrankung ist, kann eine Stressreduktion dazu beitragen, Entzündungen zu verringern und die Symptome zu lindern.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, Stress abzubauen, zum Beispiel regelmäßige Bewegung, Entspannungstechniken wie Meditation oder Yoga, ausreichend Schlaf und das Vermeiden von Stressauslösern wie Koffein und Alkohol. Wichtig ist außerdem eine gesunde, nährstoff- und ballaststoffreiche Ernährung sowie ausreichendes Trinken.
Stressreduktion verringert auch das Risiko eines “Leaky Gut”, also einer erhöhten Durchlässigkeit der Darmwand. Bei Stress produziert unser Körper das Stresshormon Cortisol. Anhaltender Stress und ein erhöhter Cortisolspiegel können Entzündungen im gesamten Körper, einschließlich des Darms, verursachen. Diese Entzündungen können die Darmwand schädigen und die Durchlässigkeit erhöhen, wodurch unerwünschte Substanzen wie Bakterien, Toxine und unverdaute Nahrungsreste in den Blutkreislauf gelangen können.
Ein “durchlässiger Darm” kann wiederum zu Entzündungsreaktionen im Körper führen und zu verschiedenen Gesundheitsproblemen beitragen, darunter auch Morbus Crohn.
Es ist bekannt, dass die Psilocybin-Therapie den Stresspegel senkt und somit auch zu einem geringeren Entzündungsrisiko im Körper beitragen kann.
Geführte Psilocybin-Sitzung
Geführte Psilocybin-Sitzungen sind in der Regel wirksamer, da Therapeuten und Berater Sie während der Erfahrung begleiten und unterstützen können. Wir helfen Ihnen, Ihre Gedanken, Gefühle und Erlebnisse zu erforschen und können Gespräche führen, geführte Meditationen anbieten oder andere Techniken anwenden, um Ihnen zu neuen Erkenntnissen und zur Verarbeitung von Problemen zu verhelfen. Wir gewährleisten Ihre körperliche Sicherheit und unterstützen Sie bei der Vorbereitung und Integration der Sitzung.
Bei Triptherapie verwenden wir einen schrittweisen Plan für Psilocybin-Sitzungen:
1. AnmeldungSie können sich unverbindlich über das Anmeldeformular registrieren. Hier können Sie angeben, was Sie mit der Sitzung erreichen möchten und eventuelle medizinische oder psychologische Beschwerden erwähnen.
2. AnsaugungNach Ihrer Anmeldung werden wir uns mit Ihnen in Verbindung setzen, um Ihnen mitzuteilen, ob in Ihrem Fall eine psychedelische Sitzung stattfinden kann.
3. RatschlägeBasierend auf den Angaben geben wir Ihnen Empfehlungen zu Ernährung, Nahrungsergänzungsmitteln und Bewegung. Wir können Ihnen auch Tipps zur Vorbereitung auf die Sitzung geben. Wenn Sie diese Ratschläge befolgen, kann die Wirkung der Psilocybin-Sitzung verstärkt werden.
4. ÜberwachungEtwa eine Woche vor dem Termin melden wir uns erneut bei Ihnen, um den Fortschritt und die Auswirkungen der Empfehlungen zu besprechen. Gegebenenfalls können wir den Zeitplan noch anpassen.
5. Psilocybin-SitzungWährend der Sitzung nehmen Sie eine Dosis Psilocybin ein, üblicherweise in Form von Zaubertrüffeln. Ihr gewählter Therapeut wird Sie während der Psilocybin-Phase begleiten und unterstützen. Wir können verschiedene Techniken anwenden, um Ihnen zu helfen, neue Erkenntnisse zu gewinnen und etwaige Probleme zu verarbeiten.
6. Integration: Nach der Sitzung ist es wichtig, die Erfahrungen in Ihren Alltag zu integrieren. Wir bieten Ihnen dabei Unterstützung und Anleitung, beispielsweise durch Gespräche oder Aufgaben.